Ein ruhiger Strand, ein paar Longtailboote und eine atemberaubende Aussicht am Promthep Cape - was will man mehr?
Während viele Strände und auch Orte in Thailand oder speziell in Phuket natürlich während der Highseason sehr beliebt und somit auch voll mit Touristen sind, gibt es doch immer noch ein paar Orte, die nicht dem Massentourismus verfallen. Ja, ich mag da sehr kritisch sein weil wir ja besonders während Covid-19 auch die sonst total belebten und überfüllten Orte für uns ganz alleine hatten aber auf der anderen Seite muss ich eben auch zugeben, dass ich genau das lieben gelernt habe. Außerdem finde ich es deutlich entspannter, wenn man ganz in Ruhe an einem Strand spazieren gehen kann als wenn man eine Bar nach der anderen passiert, um Liegen und Sitzzäcke herum gehen muss und eine deutlich lautere Geräuschkulisse herrscht.
Umso glücklicher waren Marc und ich, als wir nach unserem Ausflug nach Kamala, Patong und auch Bang Tao schließlich Rawai entdeckt haben. Grundsätzlich war uns Rawai nicht unbekannt aber wir waren noch nie für längere Zeit dort und haben höchstens mal einen kurzen Abstecher in die Nähe gemacht. Beispielsweise waren wir vor ein paar Jahren mit unserem thailändischen Freund Bang Ann einmal beim Promthep Cape, wo wir durch Zufall auch bei unseren jetzigen Ausflug nach Rawai wieder gelandet sind. Aber dazu später etwas mehr. Rawai kenne ich auch durch Daniela und Alex, ein Pärchen aus Österreich, welches genau wie wir auch seit 2019 immer wieder in Südostasien als "Digital Nomad Couple" unterwegs ist. Die beiden haben während der Pandemie einige Zeit in Rawai verbracht und nur Gutes berichtet, weshalb Marc und ich uns diesen Teil Phukets bei unserer aktuellen Reise so oder so einmal ausgiebiger anschauen wollten.





Rawai, Phuket 2025
Der Seafoodmarket von Rawai
Die Fahrt von unserem Condo in der Nähe der Altstadt sollte laut Google Maps eigentlich nur 20 Minuten dauern, allerdings waren es dann wohl doch Waschmaschinenminuten, denn wir waren nach etwa einer halben Stunde Fahrt gerade einmal auf der Hälfte der Strecke angekommen. Wir hatten wohl eine Art Rushhour erwischt und da wir auch gegen Mittag schon losgefahren waren, haben wir kurzerhand beschlossen, unterwegs einen kleinen Zwischenstopp bei einem kleinen thailändischen Lokal zu machen und dort etwas zu essen. Das war definitiv die richtige Entscheidung, denn als wir schließlich weiter gefahren sind war schon deutlich weniger los. Als wir schließlich in Rawai angekommen sind, waren wir direkt begeistert. Und dabei waren wir noch nicht einmal am Strand. Aber Rawai hat einen ganz eigenen Charme. Es gibt super viele kleine Cafés, Restaurants und Shops die total einladend aussehen. Ein Laden ist liebevoller gestaltet als der andere und es macht alleine schon Spaß, hier entlang zu cruisen und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.
Alles ist so entspannt und erinnert direkt an ein Inselfeeling, wo man einfach so in den Tag hineinlebt. Klar, der Verkehr ist nach wie vor chaotisch und kann auch hektisch wirken aber irgendwie haben wir uns direkt wohl gefühlt. Mehr oder weniger durch Zufall sind wir schließlich am Seafoodmarket von Rawai gelandet. Hierbei handelt es sich um eine Straße direkt am Strand mit Ständen und auch Restaurants, die frisches Seafood aller Art anbieten. Wir haben nicht schlecht gestaunt, als wir zum Strand hinunter gegangen sind. Dort erwartete uns das typische Bild, was man von Thailand hat. Türkisblaues, seichtes Wasser, ein paar Longtailboote und leichte Wellen, die sanft an den Strand schwappen. Ja, es mag weitaus schönere Strände geben als hier am Seafoodmarket - besonders da ein Teil des Strandes doch leider sehr vermüllt war - aber es war dennoch ein toller Blick, der uns sehr positiv gestimmt hat. Geht man die Straße weiter entlang landet man in einem kleinen Paradies für Seafoodlover. Frischer Fisch, Garnelen, Muscheln und alles was das Herz begehrt. Schade, dass wir nicht so die Seafoodfans sind.
Dennoch haben wir uns in einem Restaurant direkt am Wasser erneut eine Kleinigkeit zu essen geholt (Pad Kraphao für Marc und ein Obstteller für mich) um dort die Aussicht zu genießen. Nach der langen Zeit in Deutschland sind die frischen Früchte in Thailand mit ihrem intensiven, fruchtigen und leckerem Geschmack eine wahre Wohltat für Gaumen und auch Seele. Ebenfalls sehr cool fanden wir die chinesische Deko, die vermutlich zu einem der Restaurants gehört und die Straße wie einen kleinen Tempel wirken lässt. Bis in die hohen Baumkronen sind rote Laternen aufgehangen und alles erscheint in den typisch chinesischen roten Farben. Kein Wunder, dass die Leute hier stehen bleiben und für ein Foto posieren. Das konnten wir uns auch nicht nehmen lassen. :-D


Seafoodmarket, Rawai, Phuket 2025
Promthep Cape
Als nächstes sind wir dann einfach nochmal mit unserem Roller losgefahren um die vielen kleinen Straßen von Rawai zu erkunden. Etwa 5 Minuten von Rawai entfernt sind wir dann (zumindest für mich) zufällig an einem Ort gelandet, wo wir vor ein paar Jahren schonmal waren. Ich war damals so begeistert, dass ich gerne öfter zum Promthep Cape gefahren wäre, da wir aber von Kamala mit unserem winzigen Roller viel zulange dorthin gebraucht hätten, waren wir leider nur einmal mit Bang Ann dort. Umso begeisterter war ich, als ich erkannt habe, dass das Promthep Cape nur einen Katzensprung von Rawai entfernt ist und wir dort gelandet sind. Das Promthep Cape ist als Aussichtspunkt bekannt und sticht besonders durch die kleinen Inseln und die Landspitze hervor, die majestätisch ins Meer hinaus ragt. Von hier oben hat man eine mehr als bombastische Aussicht auf das Meer und da das Cape so weit oben liegt, weht hier auch meistens ein kühlender Wind.
Zwar ist das Promthep Cape ein durchaus touristischer Ort und alles ist ordentlich betonniert und mit Mauern und Bänken gestaltet aber dennoch wirkt hier alles sehr natürlich. Die zahlreichen Palmen und tropischen Pflanzen direkt am Hang lassen den Ort noch bombastischer und beeindruckender wirken. Außerdem ist hier sehr viel Platz, sodass man eigentlich immer einen Platz an der Mauer findet, um ganz in Ruhe die Aussicht und auch Atmosphäre zu genießen. Ein weiterer Pluspunkt - neben dem leichten Wind - sind die Palmen rundherum, die auch bei der Mittagshitze einen kühlenden Schatten spenden und nur dazu einladen, sich für eine Weile darunter nieder zu lassen. Egal ob an einer Bank oder direkt an der Mauer an den Klippen - man hat eigentlich von überall aus einen wundervollen Rundumblick.
Wir haben uns schließlich einen Platz direkt unter einer Palme gesucht und dort einfach nur aufs Meer hinaus gesehen. Das Rascheln des Windes in den Pflanzen, gepaart mit der salzigen Meeresluft und der strahlenden Sonne haben diesen Nachmittag einfach perfekt gemacht. Eigentlich wären wir gerne bis zum Sonnenuntergang hier geblieben aber da wir uns den Strand von Rawai auch noch anschauen wollten, haben wir den romantischen Abendteil etwas verschoben. Ich bin mir aber sicher, dass wir garantiert auch einmal vom Promthep Cape aus den Sonnenuntergang bestaunen werden. Schließlich haben wir ja unser 6 monatiges Visum und wollen ja auch in Phuket bleiben. Bleibt also mehr als genug Zeit um das ein anderes Mal nachzuholen.









Promthep Cape, Phuket 2025
Rawai Beach
Wieder zurück in Rawai und dieses mal auch am Rawai Beach waren wir erneut sehr positiv überrascht. Abgesehen von ein paar Einheimischen und einigen Fischern war sonst kaum jemand am Strand. Es herrschte zwar gerade Ebbe, sodass einige der Longtailboote im Sand auflagen, aber das Bild das sich uns eröffnete war Thailand pur. Auch hier ist das Meer türkisblau, seicht und im Hintergrund sind ein paar Berge zu entdecken. Die traditionellen thailändischen Boote mit ihrem bunten Schmuck am Bug, die im Wasser schwimmen, machen das Bild nur noch idyllischer. Ja, der Rawai Beach - oder zumindest dieser Teil des Strandes - eignet sich nicht zum Schwimmen und Baden, da hier die Boote ankern aber um die Atmosphäre zu genießen und den Tag entspannt mit einem kühlen Getränk direkt am Strand ausklingen zu lassen ist es doch perfekt.
Außerdem gibt es an diesem Strandabschnitt ein paar kleine Shops und Restaurants direkt an der Promenade, sodass man hier auch problemlos mit Snacks, Getränken oder auch einem leckeren, thailändischen Essen versorgt ist. Wir haben uns schließlich auch in einem der Läden niedergelassen und bei einem kühlen Bier und einer Cola den Tag ganz entspannt zu Ende gehen lassen. Wobei, eigentlich stimmt das gar nicht. Nachdem wir uns direkt in Rawai verliebt hatten mussten wir ja auch wieder zurück in unsere Wohnung. Aber wir haben auch direkt beschlossen, auf jeden Fall für den nächsten Monat nach Wohnungen in Rawai oder zumindest der Nähe zu schauen, um hier mehr Zeit verbringen zu können. Zwar sind wir auch nicht unfassbar weit von Rawai entfernt aber die thailändische Sonne ist nicht zu unterschätzen und so werden 20 Minuten gerne mal zu gefühlten 50 Minuten.
Da der Naka Nightmarket auf unserem Rückweg lag, haben wir dort auch noch einen Abstecher hingemacht. Beim Naka Nightmarket handelt es sich um einen typischen Nachtmarkt, wie man ihn oft in Thailand findet. Der Naka Market findet jedes Wochenende statt und neben diversen kleinen Bühnen mit Livemusik kann man hier schlemmen und lokale Gerichte ausprobieren, so weit das Auge reicht. Es gibt kleine Snacks wie thailändische Kokospancakes, Roti, Fleisch- und Fischspieße aller Art, Smoothies, Obst und auch frisch zubereitete Gerichte, wie Papaya Salat, Pad Thai, Reis mit Currys und und und. Es würde viel zu lange dauern, alles aufzuzählen. Außerdem gibt es ein paar kleine Restaurants und auch immer Plätze, mit SItzmöglichkeiten. Und in Thailand darf der Shoppingbereich mit Kleidung, Souveniers, Schmuck und Deko aller Art natürlich auch nicht fehlen. Auch hier würde es zu lange dauern, alles aufzuzählen. Tja, so hat dann unser Tag schließlich auch geendet. Gerne mehr davon!






Rawai Beach, Phuket 2025